Mmuseumm

Das kleinste Museum der Stadt: Das Mmuseumm ist in einer eher dunklen, ranzigen (das gibt’s noch!) Gasse in Manhattan zu finden, ein kleines Museum in einem ehemaligen Lastenaufzug. „Mmuseumm is a style of storytelling about the modern world”, heißt es auf der offiziellen Homepage, und ein Schild am Eingang verrät: „Mmuseumm is dedicated to exploring modern humanity and current events through objects from around the world.”

„Modern humanity and current events” sind aktuell, also 2019, die Gegenstände, die Menschen, größtenteils People of Color, bei sich trugen, als Polizist*innen auf sie schossen und zumeist töteten (siehe Galerie oben), aber auch gefakte amerikanische Franchise-Produkte aus Krisengebieten, selbstgebastelte Gasmasken, IS-Währung, die Rechnungen des letzten Mahls von Todeszelleninsass*innen oder Dinge, die Menschen bei Migration und Flucht bei sich trugen (siehe Galerie unten).

Eröffnet wurde das Mmuseumm, das etwa drei Quadratmeter misst, (das Met ist 18.000 Mal so groß, rechnete die New York Times), im Jahr 2012, damals unter anderem mit Plastik aus dem Pazifik, Selbstverteidigungswaffen und den Rückseiten von Polaroids. Alle Ausstellungen, die jeweils ein Jahr dauern, sind auf der Website des Mmuseumms gelistet. Einen interessanten Artikel über die aktuelle Ausstellung und das Museum im Allgemeinen gibt‘s in der New York Times.

Website
Adresse: 4 Cortland Alley (verbindet die White Street mit der Franklin Street, parallel zu Broadway und Lafayette)
Kosten: umsonst (es wird um eine Spende gebeten, 5 $ sind empfohlen)
Öffnungszeiten: Freitag bis Sonntag, 11:00 Uhr bis 18:00 Uhr, sonst nach Vereinbarung
Subway: Canal Street (6, J, N, Q, R, W, Z), Franklin Street (1, 2)
Viertel: Tribeca (fast Chinatown)